Sicherlich ist dir schon einmal aufgefallen, wie manche Frauen selbst in den einfachsten Outfits einfach umwerfend aussehen – und dann dachtest du: „So möchte ich mich auch fühlen!“ Bestimmt hast du dich irgendwann mal von der schier endlosen Auswahl im Geschäft überfordert gefühlt, warst nach dem Anprobieren von Kleidungsstücken, die einfach nicht richtig passen, geistig erschöpft oder hattest Frust, weil ein Outfit, das dir online so gut gefallen hatte, dir im echten Leben gar nicht steht? Damit bist du nicht allein – ich kenne das Gefühl nur zu gut!
Lange Zeit gab ich meinem Körper die Schuld dafür, dass die Sachen an mir „nicht richtig“ aussahen. Bis mir eines Tages ein Licht aufging: Es liegt nicht an meinem Körper, sondern daran, wie ich mich kleide! Jedes Kleidungsstück ist wie ein Werkzeug: manche sind für bestimmte Figurtypen gemacht und andere passen einfach nicht zu einem. Wenn du deine Proportionen kennst, findest du viel leichter genau die Kleidungstücke, die dein Selbstvertrauen stärken, deinen Stil unterstreichen und dafür sorgen, dass du dich in deiner Haut so richtig wohlfühlst.
Dieser Leitfaden hilft dir dabei, zu verstehen, wie du dich je nach deinem Figurtyp kleiden solltest, um deine Vorzüge zu betonen und dich in jedem Outfit großartig zu fühlen. ![]()
Deinen Figurtyp verstehen
Die verschiedenen Figurtypen basieren auf dem natürlichen Verhältnis zwischen Schultern, Oberweite, Taille und Hüfte. Jede Körperform hat ihre Vorzüge, und keine ist besser als eine andere. Du brauchst keinen Stylisten, um deinen Figurtyp zu bestimmen – ein normales Maßband reicht:
- Brust: Miss den Brustumfang an der breitesten Stelle
- Taille: Bestimme deinen Taillenumfang oberhalb des Bauchnabels an der schmalsten Stelle.
- Hüfte: Miss deinen Hüft- und Poumfang an der breitesten Stelle.
- Schultern: Lege das Maßband um die breiteste Stelle deiner Schultern.
Vergleiche dann die notierten Zahlen. Sind deine Hüften am breitesten, entspricht deine Figur dem so genannten Birnentyp. Haben Hüfte und Brust ungefähr den gleichen Umfang und die Taille ist deutlich schmaler, sprechen wir vom Sanduhrtyp. Ist der Taillenumfang größer als der Brust- oder Hüftumfang, deutet dies auf den Apfeltyp hin. Deine Maße dienen dir ab jetzt als Style-Kompass.
So findet jeder die perfekte Passform
Sobald du deinen Figurtyp kennst, ist das Ankleiden kein Rätselraten mehr, sondern eine Gelegenheit, deine schönsten Seiten in Szene zu setzen. Mode bedeutet nicht, den Körper zu verstecken oder zu verändern – es geht vielmehr darum, die eigene Figur zu betonen und Spaß beim Styling zu haben. Verschiedene Körperformen passen zu unterschiedlichen Schnitten, Stoffen und Details, und wenn du deine Proportionen genau verstehst, kannst du deine Garderobe wie nie zuvor gestalten und zu deinem Vorteil nutzen.
Figurtyp Sanduhr: Zeige deine perfekten Kurven
Mit einer ausgewogenen Oberweite, geschwungenen Hüften und einer von Natur aus definierten Taille ist der Sanduhrtyp der klassische Maßstab für harmonisch ausgeglichene Körperformen. Entscheidend ist dabei, dass du deine Taille betonst. Wickelkleider, Oberteile mit Gürtel, Bleistiftkleider und hoch taillierte Bleistiftröcke sind deine besten Freunde. Vermeide sackartige Kleidungsstücke, die deine natürlichen Kurven verbergen. Weiche Stoffe, die die richtigen Stellen umschmeicheln, und gut geschnittene Jacken wirken Wunder! Accessoires wie schmale Gürtel, zarte Halsketten und mittelgroße Ohrringe runden den Look ab, ohne ihn zu überladen.
Feiere deine Kurven mit zeitlosen Klassikern wie dem Mya Pencil Dress und dem Loreen Bleistiftrock.
Figurtyp Birne: Betone deine feminine Silhouette
Der Birnentyp hat volle Hüften und Oberschenkel, aber schmalere Schultern. Beim Styling geht es darum, die untere Körperhälfte auszugleichen, indem der Blick nach oben gelenkt wird. Auffällige Oberteile, Puffärmel, weite Ausschnitte oder strukturierte Schulterpartien eignen sich dafür perfekt! Kombiniere diese mit hellen Farben oder Mustern, um die Aufmerksamkeit auf den Oberkörper zu lenken. Ideal sind auch Kleider mit Herzausschnitt, Swingröcke oder ausgestellte Hosen, die locker über die Hüften fallen, ohne zu spannen. Leichte Stoffe wie Baumwolle oder Georgette sind angenehm zu tragen. Statement-Ohrringe, mehrreihige Halsketten oder Taschen auf Taillenhöhe sorgen dafür, dass der Blick nach oben gerichtet wird und die Proportionen im Gleichgewicht sind.
Lass deine Silhouette in dem Vivienne Swing Dress und dem Lorelei Swing Dress strahlen.
Figurtyp Apfel: Setze deine weiche Mitte in Szene
Der Apfeltyp hat mehr Volumen in der Körpermitte als an den Schultern oder der Hüfte. Das Ziel sollte daher darin bestehen, eine Taille zu simulieren und den Oberkörper optisch zu verlängern. Empire-Kleider, Wickelkleider, Oberteile mit V-Ausschnitt und fließende Blusen, die den Bauchbereich sanft umspielen, sind ideal! Gerade geschnittene Hosen oder Bootcut-Hosen gleichen die untere Körperhälfte aus. Das Layering mit offenen Jacken oder Mänteln erzeugt vertikale Linien, die die Silhouette strecken. Vermeide am besten eng anliegende oder voluminöse Stoffe, die den Bauch betonen. Lange Halsketten, längliche Ohrhänger und mittelgroße Taschen, die weiter unten getragen werden, sorgen für vertikale Bewegung und harmonische Proportionen.
Eleganz, die deine Figur schmeichelt: Joliena Swing Dress
Figurtyp Rechteck: Erzeuge eine Silhouette mit Kurven
Beim rechteckigen Figurtyp sind Schultern, Taille und Hüfte in etwa gleich breit und die Taille ist nur wenig definiert. Beim Styling liegt der Fokus daher darauf, Kurven zu erzeugen und Volumen an den gewünschten Stellen zu schaffen. Kleider mit Gürtel, Oberteile mit Schößchen, Rüschenblusen und ausgestellte Röcke sind dafür ideal. Hosen mit hoher Taille, gerade geschnittene Hosen und Lagen-Looks sorgen für mehr Definition. Strukturierte Stoffe wie Denim oder Tweed formen, während Satin oder geschmeidige Baumwolle die Figur weicher wirken lassen. Vermeide zu gerade Schnitte, die kantig wirken. Auffällige Gürtel, Statement-Armbänder und geschichtete Halsketten verleihen deinem Look noch mehr Dimension.
Schaffe die perfekte Balance in deinem Look mit dem Elena Swing Dress und dem Vanessa Lee Pencil Dress.
Figurtyp Umgekehrtes Dreieck: Steh zu deinen starken Schultern
Beim Figurtyp Umgekehrtes Dreieck sind Schultern und Brustumfang größer als der Hüftumfang. Daher lautet das Ziel: durch mehr Volumen in der unteren Körperhälfte Gleichgewicht schaffen. Ausgestellte Röcke, weite Hosen, A-Linien-Kleider und Midi-Kleider lenken den Blick nach unten. Bei den Oberteilen sollten schlichte Modelle mit klaren Linien wie z. B. mit V- oder Rundhalsausschnitt gewählt werden. Vermeide Schulterpolster, U-Boot-Ausschnitte und alles, was die Schulterpartie breiter wirken lässt. Knallige Farben, Muster oder Texturen im unteren Bereich sorgen für Symmetrie. Taschen auf Hüfthöhe, zarte Halsketten und mittelgroße Ohrringe halten die Proportionen im Gleichgewicht.
Verspielt und im Gleichgewicht: Lucia Swing Skirt und Peppa Pantalon.
Figurtyp Diamant: Betone deine einzigartige Silhouette
Der Figurtyp Diamant, der eine vollere Körpermitte und schmalere Schultern hat, profitiert besonders von cleverem Styling: Rundhalsausschnitte, geknotete Kleider und Maxikleider verlängern den Oberkörper. Swing-Röcke und ausgestellte Hosen lenken den Blick auf sich, während Midi-Kleider die Rundungen harmonisch ausgleichen. Accessoires wie geometrische Ohrringe, auffällige Stecker oder große Creolen ziehen die Aufmerksamkeit nach oben. Gürtel auf Taillenhöhe definieren, strukturierte Stoffe wie Baumwolle oder Tweed geben Form. Ein Blazer über einem figurbetonten Pullover oder Knoten-Kleid sorgt sofort für einen schicken Look, und softe Röcke oder luftige Playsuits bringen Bewegung ins Spiel. Blickdichte Strumpfhosen und ein A-Linien-Mantel runden das Outfit ab.
Eleganz, die deine Figur schmeichelt: Piper Swing Rock und Irina Jumpsuit.
Denke daran: Die hier vorgestellten Figurtypen und die passenden Empfehlungen sind eine freundlich gemeinte Orientierungshilfe und stelle keine starren Regeln dar. Jeder Körper ist einzigartig, und sicherlich wirst du manchmal Tipps für unterschiedliche Figurtypen kombinieren. Es geht nicht darum, deine Figur zu verändern, sondern die individuellen Merkmale deines Körpers zu verstehen – so kannst du genau die Kleidungsstücke auswählen, die deine Vorzüge am besten zur Geltung bringen.
Denke daher beim Einkaufsbummel oder beim Zusammenstellen deiner Outfits an deinen Figurtyp und die Merkmale, die du gerne betonen möchtest. Wähle Schnitte und Stoffe, die die Proportionen wahren, und du wirst feststellen, wie viel selbstbewusster und stylischer du dich fühlst – ganz egal, was du gerade trägst!